Liebe Leserinnen und Leser,

mit Umweltschutz Geld verdienen, wie soll das denn gehen, das kostet doch alles nur.

Das ist die finanzielle Verbrauchersicht, aber irgendwo muss das ganze Geld ja auch hinfließen und ich sorge dafür, dass ein kleiner Teil des Geldes zu mir oder in mein Institut fließt. Und dann erfinden wir neue Werkstofflösungen oder Fertigungsstrategien, die Ressourcen sparen, zu längeren Lebensdauern von Bauteilen führen oder die Anlageneffizienz verbessern.

Pulvermetallurgisch hergestellte Bauteile für die mechanische Prüfung bei erhöhter Temperatur bis 1.500°C. Copyright: Fraunhofer IFAM Dresden

Und all dies sind Ansätze, die auch das Klima schonen und schützen. Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass es solche Lösungen nicht zum Nulltarif geben wird – wie eingangs schon erwähnt, Umweltschutz kostet.

So kommt es zur bizarren Situation, dass Anlagenhersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlagen, die sich auch Klimaschutz auf die Fahne schreiben, meine Werkstofflösungen als zu teuer ablehnen. Zitat: „Wir nehmen das billigste vom Schrott, und wenn das kaputt geht, nehmen wir wieder das billigste vom Schrott“. Wenn dieses Zitat dystopisch in die Zukunft extrapoliert wird, kann es zu folgendem Dialog führen:

Enkel: „Du, Opa, warum habt ihr damals nicht mit der Umweltverschmutzung aufgehört? Ihr hattet doch alle Technologien und Materialien, die man braucht.“

Opa: „Ach, weißt Du, mein Junge, es war uns einfach zu teuer.“

Viele Grüße,

Uwe Gaitzsch

PS: Erfahren Sie mehr über seine Arbeit und Werkstofflösungen bei der Abschluss-Show der KlimaExpo.NRW anlässlich der WissensNacht Ruhr „Crossover Klimaschutz Spektakel“ am 28.09.2018 ab 22:00 Uhr in der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund. Mehr Informationen und Tickets.