Hallo Leute,

die KlimaTour geht morgen mit den letzten Etappen zu Ende – wirklich schade! Mehr als eine Woche reicht nicht aus, um die vielen Vorreiter in NRW zu besuchen und euch so vorzustellen, wie sie es verdienen. Ich könnte ewig so weitermachen.

Auch heute habe ich wieder einige Projekte angeguckt, interessante Persönlichkeiten kennengelernt und viele Ideen und inspirierende Denkanstöße für meinen weiteren Weg nach dem #GreenRider-Dasein mitgenommen. Der siebte Tag der KlimaTour führte mich zur „FAIR FRIENDS“ in die Westfalenhalle. Doch zuvor ging es mit dem örtlichen ADFC per E-Bike durch Dortmund.

Die Strecke:

Endlich konnte ich wieder das E-Bike nutzen. Auf einer rund 11 Kilometer langen Strecke entlang der „Kommunalen Fahrradroute Dortmund“ zeigte mir Werner Blanke verschiedene soziale Initiativen. Der Vorsitzende des ADFC Dortmund präsentierte an zahlreichen Stationen das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger und der Stadt. Es bewegt sich was in Dortmund – sehr gut. Aber es muss auch einfach etwas getan werden. Das wurde mir erneut klar.

Und es wurde wieder deutlich, dass nicht nur das ganz große Rad gedreht werden muss. Viele kleine Projekte können ebenso gut oder noch mehr Bewusstsein für die Sache schärfen. So war beispielsweise im Gemeinschaftsgarten Westgarten ordentlich was los. Die Bedarfe in Großstädten sind unverkennbar, aber das Angebot, selbst mit anzupacken, wächst. Wieder war es eine einzelne Person, ein Verein, der die Umsetzung angestoßen, über Jahre vorangetrieben und nicht aufgegeben hat. Genau das habe ich in den letzten Tagen ja immer wieder betont: Der Faktor Zeit spielt keine Rolle! Es muss nur jemanden geben, der beginnt – und es zu Ende bringt oder andere animiert, es gleich zu tun. Denn was wäre die Alternative?

Dann ging es auf die „FAIR FRIENDS“. Vorab: Teil der Messe, unter den dort anwesenden Menschen gewesen zu sein, die ein bisschen anders oder neu denken, war schon cool. Ich muss zugeben, dass ich die Messe für nachhaltige Lebensstile, fairen Handel und gesellschaftliche Verantwortung bislang nicht wahrgenommen habe. Vielleicht habe ich die Querdenker und deren Themen auch nicht ernst genug genommen, schlichtweg unterschätzt. Jetzt habe ich mir den Messebesuch fest in meinen Terminkalender eingetragen. Ich komme nächstes Jahr wieder und meine Eltern, die mich heute bei der KlimaTour besucht haben, bestimmt auch. Warum? Diese vielen frischen Gedanken machen einfach riesigen Spaß!

Am Nachmittag ging es auf die Bühne. Auch wenn ich dabei bleibe: Nicht so viel reden, sondern machen! Gespräche mit diesen Machern sind ebenso wichtig. Es hat mich total gefreut, den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, sowie Michael Theben, Ministerialdirigent des NRW-Wirtschaftsministeriums, begrüßt zu haben. In einem Dialog mit zwei Influencerinnen stellten sie sich den Fragen, die die Bürgerinnen und Bürger wirklich bewegen und zeigten Kante. NRW ist wahrlich ein Fortschrittsmotor, das habe ich auf der ganzen Tour schon kennenlernen dürfen. Die beiden Vertreter des Landes und der Stadt Dortmund glänzten darüber hinaus aber nicht nur durch ihre Präsenz. Sie machten deutlich, wie wichtig es ist, dass die Politik sich den Herausforderungen stellt – durch Aufklärung, Förderung und Initiative. Dabei muss meiner Meinung nach nicht alles zu 100 Prozent perfekt sein. Vielen Initiatoren wäre zusätzlich geholfen, wenn es der Politik gelänge, manchmal Fünfe gerade sein zu lassen und Bewilligungsverfahren zum Klimaschutz und insbesondere zur klimafreundlichen Mobilität zu beschleunigen. Doch bin ich mir sicher, dass auf allen Ebenen ein Umdenken stattfindet.

Der schönste Einblick:

Obgleich die Fahrradtour bisweilen etwas holprig war, hat sie mir viel Freude bereitet. Überall sind in der Stadt tolle, kleinere und größere Projekte versteckt. Noch gibt es viel zu wenig Fahrradwege und die Strecke führte uns zu abgelegenen Hinterhöfen und zahlreichen Parkplätzen. Aber ohne Quatsch: Ich habe durch diese Art der Fortbewegung Sachen gesehen, die ich sonst nie hätte bestaunen können. Es war so schön, die Stadt aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten. Tolle Eindrücke, die bleiben und mein Bewusstsein für die klimafreundliche Mobilität nochmals erweitern.

Begegnung des Tages:

Der Dialog zwischen Endverbrauchern und Experten ist super wichtig. Es kommen andere Fragen auf, Lösungen fernab jeglicher Restriktionen werden aufgezeigt. Beim inspirierenden Rundgang über die Messe sind mir unter anderem die „Flaschenbierfreunde Dortmund“ aufgefallen. Es handelt sich hierbei um ein regionales Projekt, mit dem die Gründer vermutlich nicht die Welt retten werden. Aber vielleicht gelingt die Bewusstseinsschärfung eben auch mit einer Pulle Bier.

Knackpunkt des Tages:

Die heutige Radtour war im Stadtverkehr schon etwas gefährlich. Schließlich gab es kaum oder meist zu schmale Fahrradwege. Doch gibt es einen Lichtblick – den Radschnellweg Ruhr, kurz: RS1. Dieser wird schnellstmöglich ausgebaut und dann haben alle Fahrradfahrer an sämtlichen Kreuzungen und Straßenquerungen Vorrang. Das ist eine Ansage! Demnach werden zukünftig die Autofahrer den Fahrradfahrern Platz machen und nicht mehr umgekehrt. Außerdem ist es mir wichtig zu erwähnen, dass bereits heute die E-Netz-Infrastruktur in Dortmund sehr gut ist. Ich hatte allein drei Möglichkeiten, während des Messeaufenthalts den BMW i3 in unmittelbarer Umgebung zu tanken. Das Laden von E-Autos geht in Dortmund locker von der Hand und ist selbstverständlich.

Eingespartes CO2:

Heute war ich wieder viel unterwegs, insgesamt 135 Kilometer um genau zu sein. Da ich E-Bike und E-Auto gefahren bin, habe ich ganze 21 Kilogramm CO2 eingespart. Das ist der zweithöchste Wert meiner KlimaTour. Also habe ich durch diese Ersparnis wieder fast einen ganzen Tag meiner persönlichen Umweltbilanz ausgeglichen. Der Verkehr ist übrigens einer der ganz großen Klimakiller. Da ist es doch sinnvoll, mit dem Umdenken bei der Fortbewegung anzufangen. Und das Fahren mit E-Antrieb macht echt Spaß – wirklich ein anderes Fahrgefühl. Probiert es mal aus!

Finale! Am morgigen letzten Tag der KlimaTour werde ich kreativ. Zudem erweitere ich die Möglichkeiten der klimafreundlichen Mobilität um ein Fahrzeug. Der Finaltag ist pickepacke voll und ma444cht seinem Namen alle Ehre. Lasst euch überraschen…

Euer GreenRider