Hallo Leute,

endlich geht es los! Seit gestern bin ich als #GreenRider im Namen des Klimaschutzes unterwegs durch Nordrhein-Westfalen. Eine aufregende Woche liegt vor mir. Acht Tage fahre ich durch NRW und werde Projekte, Initiativen und Unternehmen besuchen, die sich für klimafreundliche Mobilität einsetzen. Auf meinem Weg werde ich versuchen, überwiegend elektrisch betriebene, also klimafreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Warum das Ganze? Ich möchte euch zeigen, was in NRW in Sachen klimafreundliche Mobilität passiert, denn das ist eine ganze Menge. Ihr werdet sehen, welche klimaneutralen Fortbewegungsmöglichkeiten es mittlerweile gibt und vor allem, wo ihr mit anpacken könnt. Denn Klimaschutz funktioniert nur, wenn wir alle aktiv mitmachen.

Zugegeben: Ich selber mache noch viel zu wenig, bin beruflich zum Beispiel häufig mit dem Flugzeug unterwegs und vermutlich kein gutes Vorbild. Aber das werde ich in den nächsten Tagen und darüber hinaus besser machen, verspochen! Mir geht es vor allem darum zu verdeutlichen, dass jeder mit einem kleinen Beitrag etwas Großes leisten kann. Darum ziehe ich das jetzt über eine Woche lang durch – und darauf freue ich mich riesig.

Hinter der KlimaTour steht die KlimaExpo.NRW. Die Initiative präsentiert besonders innovative Klimaschutzprojekte in ihrer Leistungsschau der Öffentlichkeit, um zum Nachmachen anzuregen. Das kurbelt den Klimaschutz zusätzlich an und genau dabei helfe ich jetzt mit. Eine tolle Sache, die ich sehr gerne unterstütze. Meine Vorfreude und kühnsten Erwartungen wurden bereits an Tag 1 der Tour bei Weitem übertroffen.

Die Strecke:
Der offizielle Startschuss zur KlimaTour fiel auf dem Klimastraßenfest in Köln-Nippes. Doch schon vorher war ich in klimafreundlicher Mission unterwegs, und zwar in Sankt Augustin. Dort hat ALDI Süd eine Ladestation für Elektro-Autos an der Filiale eröffnet. Die habe ich mir genauer angeschaut und bei dieser Gelegenheit gleich eins meiner Fahrzeuge für diese Woche, den elektrischen BMW i3 vom Wissenschaftspark Gelsenkirchen, mit Strom „getankt“. ALDI Süd hat schon an über 50 Märkten Stromzapfsäulen aufgestellt, die mit klimaneutralem Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen gespeist werden. Ein echter Vorreiter in der Elektromobilität und zurecht von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet.

Auf meinem Weg von Sankt Augustin nach Köln bin ich aber nicht nur E-Auto, sondern auch Fahrrad gefahren. Genauer: E-Bike. Mit meinem Stromfahrrad habe ich zusammen mit Dr. Heinrich Dornbusch, dem Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, sowie Helmut Wiesner, Umwelt- und Verkehrsdezernent der Stadt Bonn, ein Teilstück der Fahrradroute Bonn entdeckt. Wir sind über die Rheinaue bis zur Kennedybrücke geradelt. Eine wunderschöne Strecke. Die Stadt Bonn hat noch viel vor in Sachen klimafreundliche Mobilität – davon hat uns Herr Wiesner auf dem Weg erzählt.

Angekommen in meiner Wahlheimat Köln ging es dann zum eigentlichen Highlight des Tages: dem offiziellen Tour-Auftakt auf dem Klimastraßenfest in Köln-Nippes. Dort überreichte mir Herr Dornbusch feierlich das KlimaTour-Trikot. Für mich ein wichtiger Moment, denn ab jetzt bin ich der #GreenRider und habe schließlich eine große Verantwortung.

Thematisch bin ich auch schon mittendrin: Am Stand der KlimaExpo.NRW wurde ein Wasserstoffbus vorgestellt, der ganz ohne Diesel fährt – nämlich nur mit dem Gas. Außerdem bekam die „Autofreie Siedlung Köln-Nippes“ eine Urkunde überreicht und wurde als neues Projekt in die KlimaExpo.NRW aufgenommen. In dem gesamten Viertel in Nippes dürfen keine Autos fahren und wahrscheinlich herrscht da die beste Luftqualität der ganzen Stadt. Die „Klimastraße“ ist übrigens auch als Klimaschutzprojekt in der Leistungsschau der KlimaExpo.NRW dabei. Die Geschäfte auf dem Straßenabschnitt der Neusser Straße nutzen Ökostrom und wirtschaften besonders nachhaltig und umweltbewusst. So viel Klimaschutz in nur einem Stadtteil, da war ich baff!

Bei meinem Streifzug über das Straßenfest wurde mir nochmal so richtig bewusst, wie viele erstaunliche Projekte, große und kleine, sich für den Klimaschutz stark machen. Das macht mich wiederum zuversichtlich und gibt mir ein gutes Gefühl. Diesem Engagement muss eine noch größere Bühne bereitet werden. Dafür mache ich mich stark.

Die schönste Meile:
Ich weiß nicht genau, wie lang sich das Klimastraßenfest über die Neusser Straße erstreckt hat. Aber ich weiß ganz genau, dass wir alle mehr solche Projekte und die mir entgegengebrachte Unterstützung brauchen.

Begegnung des Tages:
Mich hat total gefreut, dass ich schon am ersten Tag als #GreenRider so herzlich empfangen wurde. Viele Straßenfestbesucher haben richtig tolles Feedback zur KlimaTour und zum gesamten Vorhaben gegeben und mich in meiner Funktion als GreenRider ermutigt. Ich weiß jetzt, dass ich mit euch gemeinsam auf dem richtigen Weg bin. Danke, Leute!

Herausheben möchte ich die Begegnung mit Friederike beim Fahrradbarometer an der Kennedybrücke in Bonn: Ihre herzliche Art und das Bewusstsein für gelebte, klimafreundliche Mobilität, hat mich nachhaltig beeindruckt. Jeder von uns kann kleine Schritte gehen, wir müssen nur wollen.

Ernüchterung des Tages:
Wir mussten beim Transfer von Bonn nach Köln wieder etwas Zeit herausholen. Schließlich waren die bisherigen Eindrücke zu schön, um den ursprünglichen Zeitplan auf Kosten der Projekte strikt einzuhalten.
Aber dann standen wir da – inmitten der Blechlawine, im Wochenendverkehr. Da hilft einem dann auch das E-Auto nicht mehr weiter. Über eine Stunde waren wir in Verzug. Wie liebend gern hätte ich jetzt mein E-Bike dabei gehabt und genutzt. Damit wäre ich deutlich schneller am Ziel gewesen, bei noch mehr Spaß.

Merksatz des Tages:
Wer ein altes Handy zu Hause liegen hat, dass er nicht mehr braucht, sollte es in eine „Mobile Box“ werfen. Diese Recycling-Boxen für Handys stehen in Supermärkten, Umweltzentren oder Schulen. In der Box auf dem Klimastraßenfest habe ich selbst ein altes Gerät abgegeben. In den Pappboxen sammelt das Projekt „Mobile Box“ alte Handys, um sie wiederzuverwerten. Das System funktioniert so ähnlich wie das mit leeren Einwegbatterien. Also, Schrotthandys aus der Schublade holen und ordnungsgemäß entsorgen. Selbst mit dieser kleinen Tat kann jeder helfen, wertvolle Materialien zu recyceln und damit am Ende das Klima zu schützen. Ihr müsst kein „Daniel Düsentrieb“ sein. Geht einfach bewusster mit Verbrauchsgegenständen um!

Eingespartes CO2:
Mit dem E-Auto und dem E-Bike habe ich am ersten Tag der KlimaTour insgesamt 122 Kilometer zurückgelegt. Wäre ich diese Strecke mit einem herkömmlichen Auto gefahren, hätte ich auf 100 Kilometern etwa sieben Liter Benzin verbraucht. Mit dem Einspar-Rechner vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) kann ich meinen Verbrauch genau berechnen. Dafür gebe ich den Durchschnittswert und meine gefahrene Strecke ein. Der Vergleichsrechner sagt mir, dass ich heute knapp 20 Kilogramm Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart habe. Das ist fast soviel, wie ein Mensch in Deutschland an einem Tag verursacht, nämlich 24 Kilogramm CO2. Also eine beachtenswerte Bilanz für meinen ersten Tag als #GreenRider.

Erreichter Status in der KlimaExpo.NRW-App:
An nur einem Tag auf der KlimaTour habe ich gleich mehrere Projekte kennengelernt und viel Neues in Sachen Klimaschutz erfahren. Jetzt darf ich mich „Klimaentdecker“ nennen. Warum? In der KlimaExpo.NRW-App sammle ich für jedes besuchte Projekt einen Punkt. Den höchsten Status habe ich mit elf Punkten erreicht, dann bin ich „Klimaretter“. Klar, dass mich sofort der Ehrgeiz gepackt hat. Bis zum Ende der KlimaTour will ich auf jeden Fall „Klimaretter“ werden. Macht alle mit beim Klimaschutz to go. Es ist ganz easy. Schaut euch Projekte in eurer Nähe an, sammelt Punkte in der App und werdet klima-schlau.

Für mich geht es jetzt weiter nach Essen, wo ich den NRW-Tag besuche. Am Stand der Elektromobilität.NRW haben wir eine kleine Mitmachaktion vorbereitet. Falls ihr ein Selfie mit mir oder ein Autogramm haben wollt, wisst ihr jetzt, wo ihr mich findet. Kommt vorbei und lasst euch überraschen. Am Nachmittag wird es nochmal richtig aufregend, da gehe ich auf eine ganz besondere Schifffahrt. Also, ihr dürft gespannt sein, was mich am Tag 2 der KlimaTour erwartet.

Euer GreenRider

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