Liebe Leserinnen und Leser,

jeden Tag kommen wir mit verpackten Lebensmitteln in Berührung, nutzen Hygieneartikel, bereiten uns Snacks für unterwegs zu und erzeugen dabei Abfall und noch mehr Abfall. Denn alles ist in irgendeiner Weise verpackt, der persönliche Abfallberg wächst. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes produziert jeder Einwohner Deutschlands im Jahr 2016 durchschnittlich 462 Kilogramm Haushaltsabfälle! Das ist eine gewaltige Menge. Aber wie sieht es eigentlich bei uns persönlich aus? Sind wir uns darüber im Klaren, wie viel Abfall wir bewusst und unbewusst produzieren?

Interseroh veranstaltet jedes Jahr eine betriebsinterne Nachhaltigkeitswoche. Ganz getreu unserer gemeinsamen Mission „zero waste solutions“ haben wir uns das Ziel gesetzt, Verschwendung zu vermeiden. Das gilt für die eigenen Ressourcen, die eigene Verantwortung und den Respekt vor der Umwelt. Denn: Rohstoffe sind die Grundelemente unseres Wirtschaftens, wir nutzen sie jeden Tag und sind ständig von ihnen umgeben. Genau deshalb ist es so wichtig, nachhaltig mit ihnen umzugehen. In diesem Jahr lernten wir unter anderem im Zero Waste-Basics-Workshop mit Nachhaltigkeitsberaterin Laura Konieczny wie dank einer einfachen Umstellung im Alltag Abfall vermieden, die U

mwelt geschützt und dabei die Lebensqualität gesteigert werden kann. Wussten Sie, dass der jährliche Verpackungsabfall einer ganzen Familie in ein einziges Einmachglas passen kann? Wir konnten es auch nicht glauben, aber es ist tatsächlich wahr und umso erschreckender, wie viel Abfall bei uns innerhalb kürzester Zeit entsteht. Der Zero Waste-Lifestyle beinhaltet aber mehr als nur das Ziel, Abfall zu vermeiden. Er bedeutet, bewusst zu konsumieren, ohne dabei an Lebensqualität sowohl im Privaten als auch im Beruflichen zu verlieren und gleichzeitig die Welt Stück für Stück positiv zu verändern – Zero Waste Your Life ist die Devise.

Der schonende Umgang mit unseren Ressourcen stellt seit Jahren weltweit zentrale Herausforderungen dar. Insbesondere auch für zukünftige Generationen. Jedes Jahr werden der Erde rund 60 Prozent mehr Ressourcen entnommen, als innerhalb desselben Zeitraums auf natürliche Weise nachwachsen können. Wenn wir auch künftigen Generationen ihre Lebensgrundlage sichern wollen, muss eine Entkopplung von wirtschaftlicher Entwicklung und Ressourcenverbrauch gelingen. Das lineare „take, make, waste“-Wirtschaftsverständnis, in dem etwas produziert, konsumiert und im Anschluss weggeworfen wird, ist veraltet. Rohstoffe sollten so lange wie möglich genutzt werden, anschließend zurückgewonnen und in den Kreislauf gegeben werden. Eine solche Kreislaufwirtschaft ist das Modell der Zukunft, denn nur so kann die Umweltbelastung reduziert und der Klimaerwärmung entgegen gesteuert werden.

Die Begrenzung der globalen Erwärmung ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Die Dekarbonisierung ist machbar, denn Emissionen werden dank nachhaltiger Ressourcennutzung reduziert. So konnte die ALBA Group  im Jahr 2016 mit ihren Recyclingaktivitäten 36,2 Millionen Tonnen Primärressourcen und 4,3 Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen. Und es müssen noch mehr werden! Aber dafür ist es notwendig, dass wir alle global über die Landesgrenzen hinaus an einem Strang ziehen. Deshalb haben wir bei der Entwicklung unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie globale Herausforderungen in den Fokus gerückt und uns an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientiert. Gemeinsam mit den Bedürfnissen unserer Kunden und unserer Kernkompetenzen im Bereich Recycling, Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit bildeten die SDGs den Rahmen, innerhalb dessen wir unsere strategischen Stoßrichtungen formulierten.

Klimaschutz geht uns alle etwas an und damit auch der Respekt vor den Ressourcen dieser Welt. Umso wichtiger, dass jeder einzelne von uns anfängt Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

Schauen Sie gerne in unserer Nachhaltigkeitsrubrik vorbei – dort finden Sie auch das aktuelle Nachhaltigkeitsmagazin sowie unseren Film zum Thema Nachhaltigkeit.

Herzliche Grüße

Sybilla Merian, Stephanie Thiele – Nachhaltigkeitmanagerinnen bei Interseroh