Liebe Leserinnen und Leser,

habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie ihr nachhaltiger haushalten könnt? Wie ihr es schafft, weniger zu verbrauchen oder weniger wegzuwerfen? Oder wie umweltschädlich eigentlich alltägliche Haushaltsartikel sind? Bisher habe ich eigentlich immer darauf geachtet, dass ich beim Putzen nicht zu viel Wasser oder Putzmittel verwende, dass ich beim Nudeln kochen den Deckel auf den Topf lege und generell nicht zu viele Reste wegwerfe. Doch manchmal hauen auch diese simplen Gewohnheiten einfach nicht hin – und das zum Leidwesen der Umwelt.

Um herauszufinden, wie klimafreundlich ich tatsächlich lebe, habe ich den Test auf der „Dunklen Seite“ der KlimaExpo.NRW gemacht. In dem Test, der klimafreundliche und klimaschädliche Verhaltensweisen und Gewohnheiten gegenüberstellt, stellte ich fest, in wie vielen Bereichen des Lebens sich ein bisschen mehr Achtsamkeit lohnen würde. Zwar wurde ich mit 70 Prozent auf der hellen Seite eingestuft, trotzdem gibt es noch viel, das ich ändern könnte, um klimabewusster zu leben. Passend zur Fastenzeit habe ich mir also vorgenommen, etwas mehr auf klimabewusstes Handeln zu achten und die Ergebnisse des Tests und den auf mein Klimalevel angepassten Wochenplan umzusetzen. Dieser gibt mir jeden Tag einen Tipp, wie ich klimafreundlich haushalten kann.

Ich begann also die Fastenzeit mit einem klaren Ziel: 6 Wochen lang bewusster leben und dabei die Umwelt schonen!

Da ich ein großer Pasta-Fan bin, nahm ich mir den Nudelwasser-Tipp vor. Dieser schlägt vor, das Wasser, in dem die Nudeln gekocht wurden, zum Blumengießen zu nutzen. Aber brauchen Pflanzen nicht eigentlich frisches Wasser? Nicht unbedingt, denn der Mineraliengehalt des Wassers, das zum Kochen benutzt wurde, ist sehr hoch und damit gut für das Wachstum unserer Pflanzen geeignet. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Wassereinsparung, die wir dadurch erreichen. Denn wir Deutschen essen im Schnitt rund 7 Kilo Nudeln pro Jahr und da wir laut Zubereitungsempfehlung 1 Liter Wasser für 100 Gramm Nudeln benötigen, ergibt sich daraus ein Wasserverbrauch von 70 Litern pro Kopf. Das Nudelwasser zum Gießen zu benutzen ist also ein toller Tipp, um große Mengen Wasser zu sparen. Übrigens eignet sich auch Kartoffelwasser gut dafür. Hier erzielen wir noch größere Einsparungen, da der jährliche Verbrauch rund 53 Kilo pro Person beträgt.

Doch auch einige der anderen Tipps erwiesen sich als echte Umweltfreunde. Zum Beispiel habe ich selber Waschmittel und Frischhaltefolie hergestellt. Mit der Anschaffung der Zutaten habe ich nicht nur Geld gespart, sondern auch der Umwelt etwas Gutes getan: ich muss keinen Plastikmüll entsorgen. Besonders gut gefällt mir auch der Tipp, bei dem ich übriggebliebenes Essen auf Food-Sharing-Plattformen anbiete, um es nicht wegwerfen zu müssen.

Insgesamt haben mir die Tipps ein besseres Gespür für umweltbewusstes Handeln gegeben und einige davon werde ich auch weiterhin in meinen Alltag einbauen.

Herzliche Grüße

Janine Krimmel