Liebe Leserinnen und Leser,

der berühmte „Sprung ins kalte Wasser“: an heißen Sommertagen kann er für die nötige Abkühlung sorgen. Wenn ich über meinen Start bei der KlimaExpo.NRW schreibe, ist er allerdings eher sinnbildlich zu verstehen – wenn auch mit einem Augenzwinkern.

Seit dem 1. Juli gehöre ich als Projektmanagerin zum Team der Öffentlichkeitsarbeit der KlimaExpo.NRW. Und was für mich den Beginn eines neuen Berufslebens markierte, war für die KlimaExpo.NRW eines der Highlights des aktuell laufenden Zwischenpräsentationsjahres: die NRW.KlimaTage2017! Vier Tage vor dem Start des Events war mein erster Arbeitstag und angesichts des anstehenden Programms konnte keine Langeweile aufkommen. Schließlich galt es, an zwei Tagen mehr als 100 Aktionen in über 50 Städten, verteilt auf ganz NRW zu koordinieren: Führungen, Vorträge, Mitmach-Aktionen – bei den NRW.KlimaTagen präsentierte die KlimaExpo.NRW erstmals in dieser Größenordnung ihre bisherige Leistungsschau. Das gesamte Team der KlimaExpo.NRW war im Einsatz, um diese Mammutaufgabe zu bewältigen. Und so hieß es auch für mich: auf Los geht’s Los! Mit der Unterstützung meiner Kollegen arbeitete ich mich in die Inhalte der einzelnen Aktionen ein, half bei den letzten Vorbereitungen und bei der finalen Bewerbung des Programms.

Am 7. Juli fiel der Startschuss für die NRW.KlimaTage und für mich ging es raus ins Feld. Gemeinsam mit einem Fotografen besuchte ich einige der Aktionen und lernte damit direkt ein paar unserer größten qualifizierten Projekte kennen. Unter anderem führte uns der Weg nach Aachen, wo wir das Projekt StreetScooter besuchten. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen, der ursprünglich an der RWTH gegründet wurde und heute eine Tochtergesellschaft der Deutschen Post ist, ließ Interessierte auf das Gelände, um die Fahrzeuge aus der Nähe zu betrachten. Und sogar Probefahren war erlaubt. Anschließend ging es weiter nach Hückelhoven zu dem Stromversorgungsunternehmen WEP, das nicht nur seine Kunden mit klimaneutraler Fernwärme versorgt und sich den Ausbau der Elektromobilität in Hückelhoven auf die Fahne geschrieben hat, sondern auch bei sich selbst ansetzt und seine eigenen Verbräuche stetig reduziert. Für die NRW.KlimaTage hatte WEP-Geschäftsführer Christoph Langel Schulklassen aus der Umgebung eingeladen und zeigte den Schülerinnen und Schülern seinen Betrieb. Zur Stärkung gab es kalte Getränke und frisch gegrillte Würstchen. Das stieß natürlich auf große Gegenliebe bei den Schülern! Besonders beeindruckt haben mich auch die Windräder auf dem Windtestfeld in Grevenbroich. Der Blick über die Felder war nicht nur wegen der gigantischen Stromerzeuger eindrucksvoll, sondern lieferte ein geniales Symbolbild für das Thema „neue“ versus „alte“ Energie.

Auch im Anschluss an die NRW.KlimaTage wurde es nicht weniger spannend. Mit GreenBraid und BasFlair – beide aus der Innovationsschmiede ITA Aachen – hat die KlimaExpo.NRW im Juli zwei Projekte in die Leistungsschau aufgenommen, die sich beide mit der Entwicklung klimafreundlicher Werkstoffe beschäftigen. Wirklich beeindruckend, was die Aachener Forscherinnen und Forscher da auf die Beine stellen!

Diesen Gedanken hatte ich in den vergangenen Wochen übrigens immer wieder, wenn ein neues Projekt oder ein neuer Schrittmacher von uns qualifiziert wurde. Und ich finde: Alle diese tollen Ideen und Innovationen aus NRW verdienen die größtmögliche Aufmerksamkeit! In diesem Sinne freue ich mich sehr, meine Kollegen ab sofort bei dieser Aufgabe unterstützen zu dürfen!

Ihre
Janne Hauke