Der Baum

…gehört für die meisten Menschen unabänderbar dazu. Aber warum nicht mal mit frischen Ideen an diese Tradition rangehen?

Bei Happy Tree kann man den Weihnachtsbaum mieten. Der wird mit Wurzeln geliefert und nach dem Fest wieder abgeholt und eingepflanzt. Super Idee, in diesem Jahr allerdings keine Option. Denn auf der Startseite von Happy Tree steht geschrieben:
„Unsere Bäume brauchen länger Erholung, als wir vermutet haben. Deshalb können wir in diesem Jahr keine Bäume anbieten.“
Eine erfrischend ehrliche Kommunikation wie ich finde. Und im nächsten Jahr soll es weiter gehen mit Happy Tree.

Die Bäume von Fair Trees werden unter fairen und umweltschonenden Bedingungen angebaut. Wo Sie in Ihrer Nähe einen Fair Tree bekommen, können Sie ganz leicht in der Suchmaske herausfinden.

Man kann auch einen Baum selber basteln. DIY zum Fest! Das macht Spaß, sieht toll aus und man kann den Baum immer wieder verwenden. Ich habe in diesem Jahr mit unserem Sohn einen Zweitbaum für dessen Kinderzimmer gebastelt. Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Auf den Erstbaum wollen wir aber nicht verzichten. Seit einigen Jahren kaufen wir einen aus der Region. Und unser Beitrag zur Nachhaltigkeit ist der, dass wir den Baum schon am ersten Adventswochenende aufstellen, damit er nicht für diese super kurze Zeit geschlagen wurde.


Essen

…ist eines der zentralen Themen an Weihnachten. Das ganze Jahr über und auch zum Fest gilt: Saisonal und regional einkaufen ist für die Umwelt und den Geldbeutel am besten.

Darüber hinaus kann man auch durchaus an Weihnachten ein vegetarisches Gericht in Erwägung ziehen. Menüvorschläge finden sich im Netz zu Hauf.

Ich selbst bestelle das ganze Jahr über Fleisch beim „Metzger meines Vertrauens“, auch an Weihnachten. Holger Kleinjung ist Mitglied bei Bergisch Pur.
Bedeutet für mich: Ich weiß, wie die Tiere leben, was sie fressen und dass die Landwirte anständig mit der Natur umgehen. Insgesamt konsumieren wir sehr gemäßigt Fleisch und das gilt auch für die Festtage.

Süßigkeiten sind nicht wegzudenken an Weihnachten. Neben selbst gebackenen Keksen will ich an dieser Stelle mal eine Lanze brechen für gute und meist auch etwas teurere Schokolade.

Als Mutter eines fünfjährigen Sohnes komme auch ich nicht umhin zwischendurch mal die großen Marken zu kaufen, weil mein Sohn dann genau das haben will, was andere auch haben. Aber meistens kaufe ich zertifizierte Schokolade, um sicher zu gehen, dass keine Kinderarbeit drinsteckt.

Schokolade ist Luxus – diese Erkenntnis ist uns glaube ich abhanden gekommen. Wie aufwändig und liebevoll die Herstellung sein kann, zeigen beispielsweise meine Freunde von Adoratio Schokoladenkunst.
Wenn man dort mal in der Schokoladenmanufaktur war, kann man Schokolade anschließend ganz anders wertschätzen. Und das hat einen guten Nebeneffekt: Teurere und dafür weniger Schokolade zu kaufen, bringt weniger Hüftgold mit sich.

Geschenke

…sind für immer mehr Erwachsene unwichtig. Sie verzichten komplett auf die Schenkerei. Und wir machen das auch.

Für Kinder funktioniert das natürlich nicht, aber man kann es sinnvoller gestalten.

Ich habe in diesem Jahr mit unserem Sohn verabredet, dass wir etwas abgeben und weiter verschenken, bevor der Weihnachtsmann oder das Christkind kommt.

Spielzeug tauschen oder Second Hand kaufen halte ich für tolle und preisgünstige Alternativen zum herkömmlichen Konsum-Wahnsinn. Einfach mal die Schlagwörter im Netz eingeben, dann bekommt man zahlreiche Möglichkeiten vorgeschlagen.

Und dann kann man Spielzeug auch mieten. Hat den Vorteil, dass man es zurück geben kann, wenn die „Phase“ für ein konkretes Spielzeug wieder vorbei ist. Meine Spielzeugkiste ist einer der bekanntesten Anbieter.

Bei Geschenken müssen wir auch über Verpackungen sprechen: Die Unsinnigkeit daran wird einem Jahr für Jahr bewusst, wenn man dann das zerfetzte Papier und die Schleifen unterm Baum liegen sieht.

Ich bin inzwischen großer Freund davon Tücher über Geschenke zu legen, oder sie einfach – fast wie an Ostern – zu verstecken. Wer gerne Auspacken mag, kann auch Zeitungspapier nehmen. Da wir nur noch digital lesen, ist das für uns keine Option:-)

Besinnung auf das Wesentliche

…sollte das Wichtigste sein. Gesund, ohne größere Not, im Kreise lieber Menschen, sicher in einem Zuhause sitzen. Wer das an Weihnachten für sich beanspruchen kann, hat sehr viel Glück im Leben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Fest, das gefällt, sie fröhlich stimmt und ich würde mich freuen, wenn ich die ein oder andere Anregung für ein grüneres Weihnachten geben konnte.

Ihre Green Janine