Die Metropole Ruhr erreicht beim Einsatz Erneuerbarer Energien (EE) für die Stromerzeugung nur einen Anteil von rund elf Prozent (Stand 2014) im Vergleich zu einer bundesweiten Stromerzeugung aus EE von inzwischen über 30 Prozent. Das liegt insbesondere an der geographisch ungünstigen Lage für die Stromerzeugung aus Windkraft und Solarenergie und dem fehlenden Raum aufgrund der hohen Einwohner- und Bebauungsdichte in der polyzentrischen Städtelandschaft des Ruhrgebietes. Mit einer Vielzahl an großen, mittleren und kleinen Unternehmen aus dem Bereich der Umweltwirtschaft leistet die Metropole Ruhr dennoch einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Hierzu einige Praxisbeispiele: Das größte europäische Solarkraftwerk in Spanien wurde in wesentlichen Ausbaustufen von einer Firma in Essen erstellt, die Dampfturbine und der Generator für das derzeit größte solarthermische Kraftwerk der Welt in Marokko stammt aus Mülheim, jede zweite Windkraftanlage weltweit wurde vor Jahren noch mit Getrieben aus NRW ausgerüstet, der größte Teil davon aus der Metropole Ruhr und der Weltmarktführer für Großwälzlager, wie sie für Windkraft- und Solaranlagen und für Strömungs- und Gezeitenkraftwerke benötigt werden, stammt aus Dortmund. Unternehmen aus der Metropole Ruhr sind weltweit in den zur Umweltwirtschaft gehörenden Einzelmärkten unterwegs insbesondere auch eine Vielzahl innovativer KMU. Viele der weltweit vermarkteten Technologien und Einzelkomponenten sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt, obwohl 30 Prozent der 320.000 Arbeitsplätze der Umweltwirtschaft in NRW in der Metropole Ruhr angesiedelt sind.

Routen der Innovationen präsentieren Klimaschutztechnologien

Klimametropole Ruhr 2022 und KlimaExpo.NRW führen deshalb seit Mitte 2015 das Format „Routen der Innovationen“ durch, bei dem Unternehmen aus der Metropole Ruhr Besuchergruppen aus den Hochschulen und Schulen des Landes zunächst auf einer Route der Energie ihre Innovationen zu den wichtigen Themenfeldern der Energiewende, wie Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung, Stromnetze, Energiespeicher, Energie-Dienstleistungen usw. präsentieren und erläutern. Bisher haben neun Firmenpräsentationen stattgefunden, weitere sind für das Frühjahr 2016 in Planung. Um die gewonnenen Erkenntnisse über innovative Produkte und Technologien auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden Technologiebeschreibungen und Interviews mit den Unternehmensspezialisten auf den Internetplattformen von Klimametropole Ruhr 2022 und KlimaExpo.NRW veröffentlicht und Pressebeiträge für die Tages- und Fachpresse bereitgestellt.
Ab Herbst 2016 soll als nächstes Teilgebiet die Umweltwirtschaft in der Metropole Ruhr mit ihren wichtigen Beiträgen zu Klimaschutz und Klimaanpassung vorgestellt werden. Für den im September 2016 beginnenden Besuchszyklus können sich neben Hochschulen und Schulen gerne auch andere gesellschaftliche Gruppen bewerben.